Botulismus

Bei Botulismus handelt es sich um eine seltene, aber gefährliche Lebensmittelvergiftung.

Botulismus ist eine schwere, lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung, die von Botulinustoxin, einem vom Bakterium Clostridium botulinum produzierten Giftstoff, verursacht wird. Ursache ist meist der Verzehr von Lebensmitteln, meist Konserven (Wurst-, Fleisch-, Fisch-, Gemüse- und Obstkonserven), die die unter Luftabschluss gebildeten hitzeempfindlichen Toxine (Giftstoffe) von Botulinusbazillen enthalten. (Quelle: Wikipedia, März 2008)

Einige praktische Ratschläge zur Vermeidung des Botulismus-Risikos:

  • Die Lebensmittel für die Konservenproduktion müssen von erstklassiger Qualität sein, sie dürfen keine Druck- oder Faulstellen und keinen Schimmel aufweisen
  • Rohstoffe gut abgedeckt im Kühlschrank nur für sehr kurze Zeit aufbewahren
  • Vor Verarbeitungsbeginn Hände (auch unter den Fingernägeln) gut waschen
  • Produkte mit reichlich Wasser waschen und mit Bürsten, die nur für Lebensmittel verwendet werden, abreiben und dabei alle Erdspuren entfernen
  • Lebensmittel mit sauberen Tüchern abtrocknen; weder vor noch nach dem Kochen auf der Arbeitsfläche liegen lassen, wo sie Staub und Insekten ausgesetzt sind
  • Arbeitsfläche während und nach der Konservenzubereitung sorgfältig reinigen
  • Kleine Behälter verwenden (höchstens 300 bis 500 ml Inhalt), die durch mindestens zehnminütiges Auskochen sterilisiert werden müssen
  • Bei Marmeladeherstellung eine Zuckermenge von mindestens 50% des Fruchtgewichts verwenden
  • Pflanzliche Nahrungsmittel, die in Öl eingelegt oder naturbelassen konserviert werden, im Dampfdrucktopf mindestens vier Minuten lang kochen (tatsächlich sind 120 Grad notwendig, um die Sporen abzutöten - eine Temperatur, die durch einfaches Kochen im normalen Kochtopf nicht erreicht wird)
  • Zusatz von Essig und Aufbewahrung der Gefäße unter 10° C vermindern das Auskeimungsrisiko des Erregers
  • Speisen, die ohne Befolgen der korrekten Vorsichtsmaßnahmen zubereitet wurden (Kochprozess, Ansäuerung, Salzkonzentration usw.) im Kühlschrank aufbewahren! Toxin wird bei Temperaturen von 100° C für 10 Minuten inaktiviert
  • Konserven, aus denen beim Öffnen Gas austritt, die Bläschen oder schlechten Geruch aufweisen, verwerfen; kontrollieren, ob die Deckel gewölbt sind! Sollte sich einer dieser Zustände zeigen, dürfen die Produkte weder gegessen noch verkostet werden (auch das Kosten kann sehr gefährlich sein). Wir weisen jedoch auch darauf hin, dass bei Botulismus nicht notwendigerweise komische Gerüche auftreten
  • Bei Wurstwaren auf grünliche Verfärbung achten (Zeichen für Eiweißzersetzung), manchmal auch in Verbindung mit Erweichung und schlechtem Geruch, Alarmzeichen für das Vorhandensein des Nervengiftes Botulin! Industriell hergestellte Wurstwaren sind jedoch im Allgemeinen wegen des Vorhandenseins von Nitraten und Nitriten, Zusatzstoffen, die in der Lage sind, Botulin zu inaktivieren, sicher.