Neue Grippe: Zwischenbilanz
"Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam, Grund zur Panik gibt es aber keinen", betonte Landesrat Dr. Richard Theiner in einer Pressekonferenz am 4. November 2009. Ständig aktualisierte Infos gibt es unter www.sabes.it/neuegrippe.
Breit gestreute Impfungen empfohlen
398 Fälle (Stand: 3. November 2009) sind in Südtirol klinisch bestätigt worden, 15 Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, ein Mädchen ist an den Folgen der Grippe gestorben. Um der Grippe Einhalt zu gebieten, setzt man weltweit auf möglichst breit gestreute Impfungen. "Im gesamten Staatsgebiet folgen diese einem genauen Impfplan, an den auch wir in Südtirol uns halten müssen", so Theiner. Dieser Plan sieht vor, dass in einer ersten Phase vor allem Angehörige von Risikogruppen und all jene geimpft werden sollen, die notwendig sind, um die essentiellen Dienste aufrecht zu erhalten.
Risikogruppen
Zu den Risikogruppen gehören Schwangere, Neo-Mütter, Frühgeborene, Kinder über sechs Monate, die einen Kinderhort besuchen, Minderjährige, die in Wohngemeinschaften leben, chronisch Kranke und all jene, die in engem Kontakt mit Menschen leben, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
Essentielle Dienste müssen garantiert werden
"Wichtig ist auch, dass sich möglichst viele von denen impfen lassen, die die essentiellen Dienste aufrecht erhalten, um diese auch während der Hochphase der Epidemie garantieren zu können", so der Landesrat. Dazu gehört in erster Linie das Gesundheitspersonal. "Wir können unser Personal nicht zwingen, sich impfen zu lassen, es besteht unserer Meinung nach aber eine moralische Verpflichtung dazu", unterstrich Dr. Andreas Fabi, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Und auch an alle anderen Berechtigten hat man den Appell gerichtet, sich impfen zu lassen.
Die Impfung werde nahezu flächendeckend in Hygienediensten und Sprengeln angeboten und ist kostenlos, erklärte Dr. Josef Simeoni, Sprecher der Pandemie-Arbeitsgruppe. Der Impfkalender wird in regelmäßigen Inseraten der Tagespresse bekannt gegeben und ist auch auf der Homepage des Sanitätsbetriebes unter www.sabes.it/neuegrippe einsehbar.
Impfungen für alle ab Jänner 2010
In einer weiteren Phase sollen schließlich alle Interessierten Zugang zur Impfung bekommen. Diese Phase soll im Jänner 2010 eingeläutet werden. "Wir haben aber ein Schreiben an das Ministerium gerichtet und angefragt, diese Phase zumindest für Kinder vorziehen zu können", erklärte Landesrat Theiner in der Pressekonferenz am 4. November; eine Antwort stehe noch aus.
Symptome der neuen Grippe
Die Symptome der Neuen Grippe hat Primar Dr. Peter Mian erläutert. Er führte hohes Fieber, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen, an. "Die Symptome treten plötzlich auf, die Grippe heilt im Normalfall aber in zwei bis drei Tagen aus", so Dr. Mian. In einem auf 1200 bis 1500 Fällen verlaufe die Grippe allerdings schwerwiegend, eine Einlieferung ins Krankenhaus sei notwendig. "Dies ist dann der Fall, wenn sich Atemprobleme zu den 'normalen' Symptomen gesellen", so Dr. Mian. Für jeden Krankheitsverdacht gelte: "Gehen Sie nicht ins Krankenhaus, auch nicht zum Hausarzt, sondern sagen Sie diesem telefonisch Bescheid", so Dr. Mian. Dies vor allem, um eine weitere Verbreitung der Grippe zu verhindern.
Dr. Mian fügte zudem aus, dass jährlich 5000 bis 10.000 Menschen in Italien an den Folgen der saisonalen Grippe sterben. "Dies sind meist ältere, von Vorkrankheiten geschwächte Leute, während die Neue Grippe vor allem junge, gesunde Menschen befällt", so der Primar.
In Meran werden die Impfungen im Haus Basaglia, Sinich und in der Antoniusklinik durchgeführt.
Stadtplan Impfstellen:
Haus Basaglia: zum Stadtplan der Impfstelle
St. Antoniusklinik:zum Stadtplan der Impfstelle
Tel. 0473 263333 Fax 0473 263820- E-Mail: dir@asbmeran-o.it
St.-Nr./MwSt.-Nr.: 00773750211
Realisierung: Südtiroler Informatik AG