Grippe - nein danke!
Zur Verfügung gestellt von Dr. Simone Schmorak, Verantwortlicher des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit im Gesundheitsbezirk Meran.
Die Grippe (Influenza) ist eine seit Jahrhunderten bekannte akute Infektionskrankheit. Hierbei handelt es sich um eine Atemwegsinfektion, die durch Influenza-A- und Influenza-B-Viren ausgelöst wird. Diese Viren zirkulieren bei uns vor allem im Winter. Man kann sich vor ihnen schützen, indem man sich rechtzeitig impfen lässt.
Der schöne Altweibersommer lässt uns oft gerne vergessen, dass Herbst und Winter mit feucht-kaltem Wetter sowie den üblichen Saisonserkrankungen wie Schnupfen oder Husten vor der Türe stehen. Auch mit einer weiteren, sehr viel gefährlicheren Erkrankung müssen wir uns beschäftigen: der Influenza oder Virusgrippe, d.h. jener Krankheit, deren typische Symptome hohes Fieber, Schüttelfrost, Schnupfen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Kopf- und Halsschmerzen sind.
Vor allem für Risikogruppen (Menschen ab 65 Jahren, Personen mit chronischen Herz-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Zuckerkrankheit, sowie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen) kann dieses Infektionskrankheit zu schweren Komplikationen und manchmal sogar zum Tode führen.
Die Grippeviren werden vor allem in geschlossenen Räumen durch Niesen und Husten leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Noch bevor die Grippe ausbricht, d.h. während der Inkubationszeit, können andere Menschen am Arbeitsplatz, in der Familie, aber auch in Spitälern und Heimen angesteckt werden. Auch Menschen, die zwar mit dem Grippevirus infiziert sind, sich aber nicht krank fühlen, können das Virus auf andere Personen übertragen. Ist man erst einmal erkrankt, so ist es nicht möglich, die Erkrankung wirkungsvoll zu bekämpfen, da wir keine wirklich effizienten Medikamente gegen die Viren in der Hand haben. Wir können allerdings die schützenden Antikörper ausspielen, indem wir uns der Grippeimpfung unterziehen, die Jahr für Jahr allen Risikogruppen angeboten wird. Zu den Risikogruppen gehören nicht nur ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen, sondern auch Mitarbeiter öffentlicher Dienste, Pflegepersonal, Tierärzte und andere Personen, die Kontakt mit Geflügel und anderen Tieren haben, die an Grippe erkranken können.
In Zusammenhang mit der Grippeimpfung wird auch auf die Pneumokokkenimpfung hingewiesen, die ebenfalls für Senioren und chronisch Kranke sinnvoll ist. Pneumokokken sind Bakterien, die unter anderem bei einer saisonalen Grippewelle z.B. zu schweren Hirnhautentzündungen, komplikationsreichen Entzündungen der oberen und unteren Atemwege und Blutvergiftungen, auch mit der Folge bleibender Behinderung und mit Todesfolge, führen können. Der Immunschutz nach einer einmaligen Pneumokokkenimpfung hält mindestens fünf Jahre vor. Grippe und Pneumokokkenimpfung sind in der Regel gut verträglich und können gleichzeit verabreicht werden.
Der Impfstoff steht ab Dienstag, 16. Oktober 2007 zur Verfügung. Man kann sich beim Hausarzt oder im Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit im Meran, Goethestr. 7, von Montag bis Freitag von 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr, sowie bei den in jeder Gemeinde vorhandenen Sprengelhygieneärzten impfen lassen. Die Grippeimpfung kann bis Ende November vorgenommen worden.
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