Allergien richtig behandeln
Zur Verfügung gestellt von Dr. Pierfrancesco Zampieri, amtsführender Primararzt der Dermatologie und Dr. Elfriede Daniel, Fachärztin für Dermatologie.
Man unterscheidet zwischen den sog. "Inhalationsallergien" (wie z.B. Heuschnupfen, Hausstaub- und Mehlmilbenallergie, Schimmelpilzallergie), den Bienen- und Wespengiftallergien, Medikamentenallergien und den sog. "Kontaktallergien" (z.B. bei Ekzemen, Nickelallergie). Allergienachweise können durch den "Prick-Test" (engl. prick = Stich), durch den Intrakutan-, den Provokationstest und durch den Epikutantest gemacht werden. Bei Insekten- und Inhalationsallergien führen wir eine spezifische Immuntherapie durch (sog. "SIT-Therapie").
Der Prick-Test
... bei Verdacht auf Pollinose (Inhalationsallergien, "Heuschnupfen"): Im Rahmen der Erstvisite erheben wir die Anamnese und verordnen Blutuntersuchungen (sog. spezifische Immunglobuline). Daraufhin wird vom Pflegepersonal der Prick-Test durch Aufträufeln von standardisierten Testsubstanzen am Unterarm durchgeführt. Mittels Plastiklanzetten werden diese oberflächlich in die Haut eingebracht, nach 20 Minuten liest der Facharzt das Ergebnis ab. Beim Kontrolltermin wird die weitere Therapie vereinbart (Hausarzt erhält schriftlichen Bericht).
... bei Verdacht auf Insektengiftallergie (Biene/Wespe): Am Beginn steht die sog. "Vortestung" mit Histamin und physiologischer Kochsalzlösung. Diese Substanzen werden mit einer kleinen Plastiklanzette in die Haut am Unterarm aufgebracht. Nach erfolgter Ablesung erhält der Patient eine periphere venöse Verweilkanüle (für eine entsprechende Infusion im Notfall). Er wird angehalten, bestimmte Symptome wie z.B. Kribbeln auf der Zunge, Taubheitsgefühl der Lippen, Juckreiz, Hitzegefühl, Ausschlag o.ä. sofort zu melden. Ev. ist auch ein sog. Intrakutantest notwendig, um eine Allergie zu bestätigen. Nach dem Test bleibt der Patient für ca. eine Stunde zur Beobachtung im Krankenhaus. Es wird empfohlen, an diesem Tag nicht selbst mit dem Auto zu fahren, da durch die eingenommenen Medikamente Müdigkeitserscheinungen auftreten können.
Der Epikutan-Test
... bei Verdacht auf Kontaktallergien auf Salbengrundlagen, Konservierungsstoffe, Zahnarztmittel, Nickel und andere Substanzen: Der Epikutan-Test besteht im Aufkleben von standardisierten Testsubstanze am Rücken. Da es sich in diesem Fall um einen Allergienachweis vom sog. "Spättyp" handelt, erfolgt die erste Ablesung durch den Facharzt nach 48 Stunden, die zweite nach 72 Stunden. Der Patient sollte in dieser Zeit nicht duschen und sich körperlich schonen, da das Pflaster sonst durch den Schweiß abgelöst werden kann (Testung deshalb meist im Winter). Nach erfolgter Ablesung erhält er ein Informationsblatt, aus welchem er entnehmen kann, welche Substanzen er nicht verträgt und worin diese enthalten sind.
Der aktuelle Gesundheitstipp:
Bei nachgewiesenen Allergien empfehlen wir die spezifische Immuntherapie (sog. "SIT-Therapie"). Eine Stunde vor der Impfung nimmt der Patient eine Tablette ein (Antihistaminikum). Nach der Impfung durch einen unserer Fachärzte bleibt der Patient für eine Stunde zur Beobachtung im Ambulatorium, danach wird die Einstichstelle von einer Krankenschwester kontrolliert. Die Impfung erfolgt im Zeitraum der Steigerung einmal wöchentlich für vier Monate, danach in Abständen von einem Monat für drei bis fünf Jahre.
Vormerkungen für Visiten und Behandlungen: Nachdem Sie eine Bewilligung beim Hausarzt eingeholt haben, können Sie sich im Zentralen Vormerkbüro im Krankenhaus Meran vormerken, Tel. 0473 264000.
Tel. 0473 263333 Fax 0473 263820- E-Mail: dir@asbmeran-o.it
St.-Nr./MwSt.-Nr.: 00773750211
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