Informationen zum Bi-Test

Der Bi-Test ist eine kombinierte Ultraschall- und Blutuntersuchung in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche.

Obwohl die überwiegende Mehrzahl aller Kinder gesund zur Welt kommt, besteht für jede Schwangere ein Hintergrundrisiko. In manchen Fällen ist dieser Schaden durch eine krankhafte Erbanlage bedingt, von denen am häufigsten der sogen. Mongolismus (auch M. Down oder Trisomie 21 genannt) auftritt.

Die Ultraschalluntersuchung allein kann keine gesicherte Diagnose stellen. Nur über invasive Methoden wie die Entnahme von Mutterkuchengewebe (Chorionzottenbiopsie, Plazentabiopsie), Fruchtwasser (Amniozentese) oder Nabelschnurblut (Nabelschnurpunktion) ist dies möglich. Trotz hinreichender Erfahrung sind diese Methoden immer noch mit einem - wenn auch geringen - Komplikationsrisiko von 0,5 -1% behaftet .

Obwohl das Risiko eines genetisch kranken Kindes mit dem mütterlichen Alter steigt (20 Jahre - 1:1018, 34 Jahre - 1:297, 44 Jahre - 1:20), ist grundsätzlich jede Mutter gefährdet. Um eine möglichst hohe Entdeckungsrate der Trisomie-21-Erkrankungen zu erreichen, wurde ein kombiniertes Verfahren entwickelt, das eine richtige Vorhersage in 85-90% aller Fälle ermöglicht:

Ultraschalluntersuchung zwischen der 11. - 14. Schwangerschaftswoche

In dieser Schwangerschaftsphase ist der Embryo als Ganzes gut darstellbar, die Ausmessung der Scheitel-Steiß-Länge erlaubt eine genaue Berechnung des Schwangerschaftsalters. Nahezu alle Feten zeigen in dieser Zeit eine Abhebung der Haut im Nackenbereich. Genetisch erkrankte Feten zeigen eine deutlich größere Hautabhebung als gesunde Kinder. Sofern die Diagnostik keine genetische Erkrankung zeigt, sind diese Schwangerschaften trotzdem engmaschig zu überwachen.

Mütterliche Blutuntersuchungen zum Zeitpunkt der Nackenfaltenmessung

Aus Serumuntersuchungen von Schwangeren mit nachgewiesener Trisomie ist bekannt, dass bestimmte Hormone unterschiedliche Konzentrationen im Blut aufweisen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen ist es naheliegend, durch die Kombination von Nackenfaltemessung und Hormonbestimmung eine noch größere Entdeckungsrate genetischer Erkrankungen zu erreichen.

Praktisches Vorgehen:

- Zwischen der 11. - 14. Schwangerschaftswoche hochauflösende Ultraschalluntersuchung mit Bestimmung der Scheitel-Steiß-Länge und Messung der Nackenfaltendicke

- Abnahme einer Blutprobe zur Hormonbestimmung

- Nach Erhalt der Ergebnisse aus Hormonanalyse und Nackenfaltenmessung Berechnung der Daten. Quantitative Feststellung des individuellen Risikos für Trisomie 21.